Archive for the ‘Käsekuchen’ Category

Gestern gab es gleich zwei Mal das perfekte Dinner. Zum einen das von Kim, welches auf Vox zu sehen war und zum anderen die Köstlichkeiten, die meine Mutter und ich für unseren veganen Abend zubereitet hatten.

Wenn mein Freund und ich dort mal zum Essen vorbeischauen, gibt es für mich oftmals die abgewandelte, vegane Variante und für die zwei dann die vegetarische. Manchmal gab es auch schon ein komplett veganes Gericht für alle, aber dann wieder eine ganz andere, mächtige und unvegane Nachspeise für die zwei. Dieses Mal habe ich aber darauf bestanden, dass wir einen veganen Tag einlegen und abends gemeinsam DPD schauen. Wir haben uns für einen Käsekuchen von vegan-sein.de (hier zu finden) und gebratene Nudeln mit Gemüse, mariniertem Tofu und einer cremigen Erdnusssauce entschieden.

Von beiden Gerichten waren meine omnivore Mama, mein vegetarischer Freund und ich gleichermaßen begeistert. Ich persönlich fand den Käsekuchen einfach göttlich und konnte keinen Unterschied zu regulärem feststellen, allerdings liegt mein letzter Käsekuchen auch Jahre zurück. Ich bin jedenfalls überglücklich, dass der Käsekuchen so echt geschmeckt hat, weil ich einfach einen wahnsinnigen Appetit auf so etwas hatte. Auch meine Mama war sehr begeistert, nur mein Freund ist da immer skeptischer. Als er hörte, dass da Tofu drin sei (herzhaft gewürzt liebt er Tofu!), wurd ihm wohl ganz anders und er begann nur zögerlich zu essen. Geschmeckt hat es ihm trotzdem sehr und wir alle stimmten überein, dass niemand auf die Idee kommen könnte, dieser Kuchen sei ohne Milchprodukte.

Auch wenn ich den Kuchen schon sehr lecker fand, so habe ich doch noch so ein bisschen den Käsekuchen von früher in Erinnerung und der war einfach etwas vanilliger. Bei diesem Rezept kam ja tatsächlich nur etwas Vanillepulver in den Boden und zu der „Quarkmasse“ nur Zitrone. Deswegen habe ich mir vorgenommen den Kuchen bald noch ein weiteres Mal zu backen und auch in die Masse noch etwas Vanillepulver zu geben.

 

 

 

Die Nudeln mit Gemüse muss ich nicht groß erläutern. Wir haben einfach Gemüse in Erdnussöl angebraten, chinesische Nudeln hinzugegeben und mit etwas Sojasauce abgelöscht. Dazu gab es Tofustücke, die in Sojasauce, Agavendicksaft, Chili, Paprika und einem EL Erdnussmus mariniert und dann gebraten wurden. Die Erdnusssauce war eine abgewandelte Version des Rezepts aus Vegan lecker, lecker. Dafür wurden Kokosmilch, Erdnussmus, Agavendicksaft, Sojasauce und Chili gemischt und aufgekocht. Gerade die Sauce hatte es meiner Mutter angetan, die vor Kurzem mit meinem Cousin chinesisch essen war und dort zum ersten Mal Erdnusssauce probiert hatte, die gar nicht so ihr Fall war.

 

 

 

So viel also zu unserem Dinner. Aber jetzt zu Kim.

Was mir als erstes als regelmäßige DPD-Zuschauerin aufgefallen ist: Die Sendung wirkte dieses Mal so viel authentischer, alles war weniger gestellt. Ich kann es mir nur so erklären, dass es nicht als reguläre DPD-Woche geplant war und der außergewöhnlichen Ernährung in dieser Themensendung mehr Beachtung geschenkt wird. Zum anderen lag es vielleicht auch daran, dass ich Kim einfach wahnsinnig authentisch, kein bisschen aufgesetzt und sehr ausgeglichen wahrgenommen habe. Eben nicht anders, als sie in ihrem Cafe anzutreffen ist.  Ich fand sie einfach sehr charmant und habe mich gefreut, dass sie so offen auf die anderen zugegangen ist und zwar ihre Lebenseinstellung klar demonstriert hat, aber dort keine Grundsatzdiskussion vom Zaun gebrochen hat. Nur so erreicht man die Leute. Schön war auch, dass alles probiert wurde und die anderen da sehr interessiert waren.

Wie sehr mich das wieder angekotzt hat, dass dort zum tausendsten Mal jemand behauptet hat, Vegetarier zu sein, aber Fisch wieder als unbedenklich eingestuft hat, muss ich nicht erwähnen. Mein Freund muss sich mein ständiges Gefluche schon oft genug anhören, weil ich gerade DPD regelmäßig verfolge und dort einfach sehr viel Fleisch zubereitet wird. Wie widersprüchlich das ist, weiß ich nicht. Ich finde es nicht schön, wenn da sehr blutiges Fleisch weiterverarbeitet wird, aber ich schaue trotz allem einfach gerne Kochshows. Oftmals muss ich aber auch einfach meine Kommentare loslassen, das aber hauptsächlich, wenn Menschen die generell Fleisch essen, bei Dingen wie Lamm oder Kaninchen plötzlich rumjammern, dass das so süße Tierchen seien, aber es dann doch essen und letztendlich ja auch kein Problem damit haben, die Eltern anderer jungen Tiere mit Wonne zu verspeisen. Und ja, auch diese Pseudovegetarier kotzen mich unfassbar an. Zu meinen Vegetarierzeiten habe ich schon immer Angst gehabt, ein Veganer könne vor mir keinen Respekt haben, weil ich verstand, was verwerflich an meiner Lebensweise war. Deswegen bin ich kein Veganer, der Vegetarier (gerne) öffentlich anprangert. Aber ich merke immer mehr, wie meine Toleranzgrenze sinkt und jeder, der für mich nicht strikt vegetarisch lebt (kein Käse mit Lab, keine Gelatine, auch kein Fisch), ist meiner Meinung nach auch kein Vegetarier, denn nicht umsonst gibt es auch andere Bezeichnungen, so wie eben „Pescetarier“.

Kims Dinner fand ich sehr ansprechend und dass gerade die Seitanrouladen auf Kritik stoßen würden, habe ich ja schon vorher vermutet. Viele Fleischesser erwarten da wohl auch entweder, dass es gar nicht schmeckt oder, weil viele Veganer davon reden, dass es sehr fleischähnliche Alternativen gibt, dass diese dann auch original wie Fleisch schmecken müssen. Was viele noch verstehen müssen, ist wohl, dass wir uns dafür entschieden haben, dass kein Tier für uns leiden soll und ein Großteil der Veganer sicherlich mit Gerichten zufrieden ist, die einfach nur eine deftigere Note und eine bissigere Konsistenz haben. Man sollte einfach nicht erwarten, dass man jetzt etwas fleischiges isst. Trotzdem habe ich mich über die hohen Punktzahlen gefreut und bin gespannt, wie es diese Woche weitergeht und was für Alternativen es für Kim geben wird. Mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt, denn ich muss noch ein Kartoffelgulasch vollenden, welches es gleich geben soll.

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