Archive for the ‘Produkttests’ Category

 

 

Ich habe als Neurodermitikerin ja eine echt lange Leidensgeschichte hinter mir. Schon als Säugling gab es Probleme,  da meine Mutter keine Milch hatte, ich aber auch keine Kuhmilch vertrug. So habe ich meine Kindheit also zwischen schlimmen Neurodermitisschüben, Verzicht auf Milchprodukten und erneuten Versuchen, doch wieder Milchprodukte zu verzehren, verbracht. Das hatte zur Folge, dass mich noch heute niemand in der Nähe meiner Armbeugen berühren darf, weil ich einfach panisch werde, denn diese waren in meiner Kindheit immer blutig und haben wahnsinnig geschmerzt.

Gut ging dieser Wechsel aus Verzicht und Konsum nie lange, doch als ich älter wurde, schwächten die Symptone wieder ab. Das klappte bis zu meinem 15. Lebensjahr, wo ich wieder starke Schübe erlitt und mir erneut der Verzicht auf Milchprodukte geraten wurde. Auch das habe ich mal mehr und mal weniger konsequent durchgezogen und zu meinen Vegetarierzeiten ging das lange gut. Allerdings habe ich schon vor meinem endgültigen Schritt zur Veganerin gewisse Lebensmittel wie Käse größtenteils aus meinem Speiseplan gestrichen. Schon vor Jahren habe ich eher mal Soya Cuisine genutzt. Eier habe ich nach meinem Auszug damals nur 1 mal beim Biohof auf der anderen Straßenseite gekauft und größtenteils klappte der Verzicht. Die veganen Streichcremes fand ich schon immer besser und eigentlich habe ich tierisches nur noch über Süßigkeiten oder gelegentliches Käse essen zu mir genommen.

Irgendwann merkte ich allerdings, dass ich mich immer mehr davor ekelte. Zum einen, weil ich mich immer mehr mit dem Veganismus beschäftigte und zum anderen, weil mein Körper sicherlich auch Warnsignale gesendet hat, weil es mir mit dem Konsum tierischer Produkte einfach nicht mehr gut ging.

 
Die Konsequenz war also der Veganismus und damit hatte sich meine Neurodermitis größtenteils wieder verabschiedet. Leider reagiere ich noch auf viele andere Einflüsse und die Neurodermitis geht mit einigen Allergien einher. So zum Beispiel einer Duft- und Farbstoffunverträglichkeit. Auch diese ist mal stärker und mal schwächer, aber grundsätzlich muss ich Allergikerwaschmittel nutzen und kann nur bei anderen übernachten, wenn auch die Bettwäsche mit Allergikerwaschmittel gewaschen wurde. Außerdem blüht die Neurodermitis gerade zur Pollenzeit wieder voll auf und lässt sich nur mit regelmäßigem cremen und Allergietabletten halbwegs kontrollieren.

 

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Wheaty Veganslices

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Seit Kurzem gibt es ja etwas Neues in der veganen Vursttheke. Veganslices von Wheaty. Eigentlich esse ich kaum Wurstersatz. Zum einen, weil ich wenig Brot esse und zum anderen, weil ich dieses dann meist auch lieber mit Streichcremes verspeise. Alle paar Monate zieht es mich aber doch in Richtung Aufschnitte und so wanderte eine Art Paprika-Lyoneraufschnitt in den Korb. Mein Freund und ich haben uns echt viel davon versprochen, denn wir sind ziemlich große Seitanfans (wie der Name des Blogs ja nur schwer vermuten lässt haha), doch es endete leider recht enttäuschend.

Gut, mit der Bissfestigkeit wurde ja geworben und diese ist bei Seitan nicht verwunderlich. Diese empfand ich auch gar nicht als allzu schlimm, wenn auch gewöhnungsbedürftig, weil ich so Paprika-Lyoner aus der Kindheit natürlich als viel weicher in Erinnerung hatte. Aber mir geht es bei Vurst eigentlich auch weniger darum, dass sie original wie Fleisch schmeckt und eigentlich stört man sich als Veganer ja öfter mal an einer zu weichen Konsistenz. Gerade deshalb schätze ich Seitan normalerweise so. Vielleicht passt diese Bissfestigkeit ja auch eher zu den Salamisorten der Firma? Ich werde das wohl nicht herausfinden können, denn Salami mochte ich ohnehin noch nie. Könnte mir aber vorstellen, dass es da authentischer wirkt.

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Der Hauptgrund, warum ich das Produkt allerdings nicht noch einmal kaufen werde ist, dass ich noch nie so einen lasch gewürzten Aufschnitt gegessen habe. Ich habe eine kleine Scheibe Vollkornbrot mit 3 Scheiben belegt, doch habe beim Reinbeißen kaum etwas wahrgenommen. Also nahm ich eine weitere Scheibe, die ich so aß, aber auch da schmeckte ich nur wenig. Es war ein minimal salziger und seitanartiger Geschmack, doch viel Paprika oder Gewürze habe ich da nicht rausgeschmeckt. Auch, wenn ich nichts möchte, was zu sehr nach Fleisch schmeckt, so hätte ein bisschen mehr diesem Aufschnitt echt gut getan.

Für 100 Gramm habe ich weit über 2 Euro bezahlt. Wäre okay, wenn es mir geschmeckt hätte. Mein Freund hat das Ganze sogar noch mit Senf bestrichen, aber das hat es leider auch nicht mehr retten können. Wir werden beim nächsten Heisshunger auf Aufschnitt jedenfalls wieder zu Taifun Rondo greifen, denn der zählt zu unseren Favoriten.

Wheaty Veganslices noch einmal im Überblick:

Preis: mehr als 2 Euro für 100 Gramm

Kaufempfehlung: könnte ich nun keiner Zielgruppe zuordnen

Werde ich sie mir erneut kaufen?: Nein, definitiv nicht

Nährwertangaben/Inhaltsstoffe:

Pro 100 Gramm

  • 218 kcal
  • 26,2 gr Eiweiß
  • 3,2 gr Kohlenhydrate
  • 11,2 gr Fett

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Heute war ich eigentlich nur kurz im Biomarkt, um Sojacuisine zu kaufen, doch es zog mich einfach zum Süßigkeitenregal und so entdeckte ich dort prompt die Bonvita Reismilchschokolade, die ich schon sehr lange mal ausprobieren wollte. Vor Kurzem habe ich die Vollmilchversion probiert, die mir sehr zugesagt hat. Darüber werde ich euch allerdings ein andermal mehr berichten, denn heute geht es um die weiße Variante. Früher hätte ich weiße Schokolade en masse futtern können, doch seit meiner Umstellung habe ich noch keine vegane Version probiert. Meist habe ich einfach Zartbitterschokoladen gegessen, doch auf Dauer wird sowas doch langweilig und so habe ich schon seit Wochen so richtig Appetit auf süße, cremige, weiße Schokolade.

Für ganze 2,79€ wanderte die Schokolade also in meinen Korb. Das geht auch noch deutlich günstiger. So habe ich sie z.B. für 2,30€ bei Vegan Wonderland entdeckt. Auf dem Umschlagpapier sind das Bio- und Fairtradesiegel gut sichtbar abgebildet. Zudem wird sie als glutenfrei, laktosefrei und organic angepriesen. Für mich vorweg schon einmal Gründe, die den hohen Preis durchaus rechtfertigen.

Vor meinem Test wanderte die Schokolade einige Stunden in den Kühlschrank und eben war es dann endlich soweit und ich brach die Packung an.

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Es lassen sich optisch keine Unterschiede zu der Kuhmilchvariante feststellen. Doch schon beim Abbrechen eines Stückes macht sich bemerkbar, dass die Schokolade um einiges härter ist, als ich die „Normale“ in Erinnerung habe. Soweit ähnelt die Konsistenz ein wenig Kuvertüre, die bekanntlich ja auch recht hart ist. Ich nehme ein Kästchen und lasse es im Mund zergehen. Auch dort bestätigt sich noch einmal der Unterschied in der Konsistenz. Die Schokolade besitzt keinen Schmelz, zergeht aber angenehm im Mund. Im ersten Moment ist sie sehr süß und schmeckt leicht nach Vanille. Ich würde sie allerdings nicht als süßer als normale Schokolade einschätzen. Kurz darauf folgt ein fremder Nachgeschmack, den ich erst nicht genauer benennen kann.

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Beim zweiten Kästchen habe ich mich an den Nachgeschmack gewöhnt, der mich schon fast ein wenig an den nussigen Geschmack von Soja erinnert. In Kombination mit der Süße macht sich dieser echt gut. Trotz allem habe ich bald genug. Ob dies nun damit zusammenhängt, dass die Tafel auf Dauer doch süßer als normale Schokolade ist oder meine Geschmacksnerven die Süße weißer Schokolade seit meinem Zartbitterkonsum extremer rausschmecken, kann ich nicht genau sagen. Ich finde die Schokolade trotz allem recht gut, auch mit Nachgeschmack. Allerdings hätte ich mich gefreut, ein exaktes Äquivalent zu der omnivoren Version zu finden.

Die Bonvita Reismilchschokolade noch einmal im Überblick:

Preis: 2,30€ – 2,79€

Kaufempfehlung: für Leute, die zum Beispiel auch den nussigen Nachgeschmack von Soja zu schätzen wissen und die sehr gerne, sehr süß essen

Werde ich sie mir erneut kaufen?: Vorerst werde ich weiter nach einem Äquivalent suchen, doch sie könnte durchaus mal wieder in meinem Korb landen

Nährwertangaben/Inhaltsstoffe:

Kakaobutter, Rohrohrzucker, Reissiruppulver (10%), Sonnenblumenlecithin, Vanille

Pro 100gr:

  • 646 kcal
  • 49gr Kohlenhydrate
  • 50gr Fett

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