Archive for the ‘Vegan zu Besuch’ Category

Ihr Lieben,

ich stehe absolut nicht auf diese blöden Neujahrsfloskeln, aber natürlich wünsche ich euch immer nur das Beste – ganz unabhängig von Silvester.

Den Silvesterabend habe ich genervt und mit zitternder Katze auf dem Sofa verbracht. Während sie um kurz nach 12 die Farben und Raketen für einen kurzen Augenblick noch ganz spannend fand, wurde ihr das schon ein paar Minuten später zu viel. Meine Nachbarn zelebrieren diesen Wahnsinn aber leider auch extrem. Bis 2 Uhr hat es noch im 5 Sekunden Takt geknallt und sogar bis ins Treppenhaus geschallt. Ich habe noch nie eine Katze so lang im Arm gehalten, aber sowas schweißt zusammen. 😉

 

 

Raclette

Einen Abend vor Silvester traf ich mich mit meiner Mutter und meiner Lieblingstante. Wir haben Raclette gemacht und Phase 10 gezockt. Das haben wir bewusst so entschieden, da es in der Silvesternacht mehr als unruhig und schwer gewesen wäre nach Hause zu kommen. Wir haben’s uns echt so richtig gut gehen lassen, meine Mutter hatte ein kleines Buffet vorbereitet und bis auf große gefüllte Champignons, die ich selbst vorbereitet habe, kam ich als Veganerin auch sonst nicht zu kurz.

Nach kurzer Recherche, welcher Käse sich denn für Raclette eignen könnte, habe ich mir einen Tag zuvor noch den Jeezini Mexicana gekauft. Ich bin bei diesem ganzen Ersatzkäse immer mehr als skeptisch und meist ersetze ich ihn einfach nicht, sondern lasse ihn ganz weg. Zum Raclette wollte ich mir aber mal etwas gönnen. Das Fazit fällt  allerdings eher ernüchternd aus. Wie die meisten veganen Käsesorten schmeckt auch der Jeezini für mich sehr künstlich und erinnert an diesen schrecklichen Scheiblettenkäse. Sowas mochte ich ohnehin noch nie. Mit etwas Geduld ist er in den Pfännchen zwar leicht geschmolzen und hat man noch weitere 10 Minuten Geduld aufbringen können, so wurd er auch etwas knusprig, aber überzeugen konnte er leider nicht.

 

raclette23(Man ignoriere bitte den Wurstteller und den Käse. Ich konnte ja nicht dreist alles abräumen, was nicht vegan war)

raclette

(Kräuterseitling, Gemüsespieße, Veggie Burger von Aldi und Toast mit Curry-Alsan)

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(Vorne kann man ganz gut den geschmolzenen Jeezini auf den Kartoffelscheiben erkennen)

Gewinne

Wer mich kennt, der weiß was für abartiges Glück ich bei Gewinnspielen habe. Bei der Anzahl an Gewinnen könnte man meinen, mein Hobby sei es, 3 mal täglich an Gewinnspielen teilzunehmen. Tatsächlich liegt meine Trefferquote aber einfach nur extrem hoch. Ich weiß auch nicht warum das so ist. Das fing schon im Kindesalter an. Diverse Menschen möchten mich mittlerweile schon entführen und ihre Lottozahlen voraussagen lassen. Noch konnte ich immer schnell genug flüchten.

Das neue Jahr habe ich mit einer wunderschönen, neuen Laptophülle von denkefair.de begonnen. Die liebe Lena von A Very Vegan Life hatte nämlich hier zum Gewinnspiel aufgerufen und letzte Woche fand ich die Tasche schon im Briefkasten. Inklusive Stickern, Infomaterial und einem wirklich netten kleinen Briefchen. Vielen Dank dafür! Da ist die Verführung groß, jetzt auch mal öfter loszuziehen und von kleinen Cafes aus zu Bloggen. Ich freue mich sehr! 🙂

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(Das fabelhafte rosa Einhorn durfte auf dem Bild nicht fehlen <3)

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Gemischtes

Ich habe momentan mal wieder einen Hänger, dabei habe ich noch richtig schöne Bilder vom Geburtstag meiner Tante, für den ich ein paar vegane Kleinigkeiten für das Buffet vorbereitet habe.

Montag hat meine Mutter Geburtstag und wird von meinem Freund und mir (der eigentlich nicht mithelfen, sondern nur mitfuttern wird) zu einem veganen Dinner eingeladen. Die Wahnsinnige hat trotz Einladung immer wieder versucht, uns ins indische Restaurant einzuladen, aber ich sehe gar nicht ein, dass sie an ihrem Geburtstag Geld für ein Essen für drei Personen ausgibt, denn sie soll sich doch verwöhnen lassen. Sie hat ständig die Befürchtung, man mache sich zu viel Stress und sie ist einfach viel zu bescheiden. Gerade deswegen möchte ich sie so richtig schön bekochen.

Da meine Mutter wohl mein größter Fan ist und diesen Blog ständig checkt (und immer ALLEN davon erzählt), kann ich jetzt noch nicht das Menü verraten. Es wird allerdings 3 Gänge geben und gerade der letzte Gang wird vielleicht kulinarisch nicht der Anspruchvollste sein, allerdings ist er mit einigen Erinnerungen verknüpft. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, am Montag loszulegen.

Morgen treffe ich mich mit K. in Düsseldorf. Wir werden Kaffee trinken und dann werde ich wohl noch einmal meinen Haarpflegevorrat aufstocken müssen, denn die Veganese von Lush ist leer. Hach, ich hab noch viel zu erzählen und auch noch einige vegane Pflegeprodukte (die sich für Neurodermitiker super eignen) vorzustellen. Sobald ich die Zeit und Motivation finde, wird es nämlich noch eine neue Kategorie auf meinen Blog schaffen: Vegane Kosmetik, die für Allergiker/Neurodermitiker super geeignet ist. 2 tolle Produkte habe ich schon ausgiebig getestet.

Hier folgen jetzt ein paar Bilder vom Buffet. Leider ist auch Fleisch/Wurst zu sehen, aber das wollte ich nicht rausschneiden. Meine Mutter, meine Tante und ich haben ein paar Gerichte vorbereitet und bis auf das Fleisch war der Rest ausgesprochen Vegetarier/Veganerfreundlich. Meine Mutter hat sogar Salate mit Sojasahne statt normaler Sahne gemacht und es ist niemandem aufgefallen. Zudem hat sie für mich ein Extraschälchen Nachspeise gemacht. Veganes Schokomousse. Außerdem hatte sie 2 Sorten Schokomousse für die Anderen. Einmal Schokomousse mit regulärer Sahne und Eiern und eine Sorte mit Sojasahne (und leider Ei), weil sie testen wollte, ob den anderen ein Unterschied auffällt. Alle waren begeistert und es ist niemandem irgendein Unterschied aufgefallen. Ich muss sagen, dass mein Dessert ausgesprochen gut war und sie selbst bei der anderen Variante das Ei hätte weglassen können, denn ganz ohne Eiersatz für geschlagenes Eiweiß, war mein Mousse fluffig und richtig lecker.

Ich würde euch auch liebend gerne meine supersüße kleine Großcousine zeigen, allerdings möchte ich hier natürlich Persönlichkeitsrechte (über die sie noch nicht entscheiden kann und letztlich möchte ich hier für meine Lieblingsmenschen weiterhin Anonymität wahren) verletzen. Also musste ich sie auf einem der Bilder vom Buffet verfremden, denn es war unmöglich eines ohne sie zu bekommen, weil sie mir immer an den Fersen hängt ❤

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gebratene Champignons, mit Kräutern in Essig und Öl eingelegt

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Lauchtörtchen. Inspiriert von Sherry (hier zu finden), allerdings doch sehr abgewandelt. In meinen waren mehr Zwiebeln und ich habe zudem noch Lauch hinzugefügt 🙂

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Das gesamte Buffet plus Kätzchencousine ❤

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Artischocken in einer würzigen Tomatensauce. Im Hintergrund sieht man noch Kartoffel- und Gemüse-Seitan-Spieße und vegane Würstchen für mich und meinen Freund. Geschafft haben wir jeweils nur ein Würstchen und einen Seitanspieß und der Rest wurde in den darauffolgenden Tagen vernichtet.

Heute gönne ich mir einen richtig faulen Tag. Einzig ein paar Pflegeprodukte werde ich gleich noch einkaufen, um mich heute so richtig zu verwöhnen und morgen strahlend auszusehen. 🙂

Bis dahin,

Mona

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Gestern gab es gleich zwei Mal das perfekte Dinner. Zum einen das von Kim, welches auf Vox zu sehen war und zum anderen die Köstlichkeiten, die meine Mutter und ich für unseren veganen Abend zubereitet hatten.

Wenn mein Freund und ich dort mal zum Essen vorbeischauen, gibt es für mich oftmals die abgewandelte, vegane Variante und für die zwei dann die vegetarische. Manchmal gab es auch schon ein komplett veganes Gericht für alle, aber dann wieder eine ganz andere, mächtige und unvegane Nachspeise für die zwei. Dieses Mal habe ich aber darauf bestanden, dass wir einen veganen Tag einlegen und abends gemeinsam DPD schauen. Wir haben uns für einen Käsekuchen von vegan-sein.de (hier zu finden) und gebratene Nudeln mit Gemüse, mariniertem Tofu und einer cremigen Erdnusssauce entschieden.

Von beiden Gerichten waren meine omnivore Mama, mein vegetarischer Freund und ich gleichermaßen begeistert. Ich persönlich fand den Käsekuchen einfach göttlich und konnte keinen Unterschied zu regulärem feststellen, allerdings liegt mein letzter Käsekuchen auch Jahre zurück. Ich bin jedenfalls überglücklich, dass der Käsekuchen so echt geschmeckt hat, weil ich einfach einen wahnsinnigen Appetit auf so etwas hatte. Auch meine Mama war sehr begeistert, nur mein Freund ist da immer skeptischer. Als er hörte, dass da Tofu drin sei (herzhaft gewürzt liebt er Tofu!), wurd ihm wohl ganz anders und er begann nur zögerlich zu essen. Geschmeckt hat es ihm trotzdem sehr und wir alle stimmten überein, dass niemand auf die Idee kommen könnte, dieser Kuchen sei ohne Milchprodukte.

Auch wenn ich den Kuchen schon sehr lecker fand, so habe ich doch noch so ein bisschen den Käsekuchen von früher in Erinnerung und der war einfach etwas vanilliger. Bei diesem Rezept kam ja tatsächlich nur etwas Vanillepulver in den Boden und zu der „Quarkmasse“ nur Zitrone. Deswegen habe ich mir vorgenommen den Kuchen bald noch ein weiteres Mal zu backen und auch in die Masse noch etwas Vanillepulver zu geben.

 

 

 

Die Nudeln mit Gemüse muss ich nicht groß erläutern. Wir haben einfach Gemüse in Erdnussöl angebraten, chinesische Nudeln hinzugegeben und mit etwas Sojasauce abgelöscht. Dazu gab es Tofustücke, die in Sojasauce, Agavendicksaft, Chili, Paprika und einem EL Erdnussmus mariniert und dann gebraten wurden. Die Erdnusssauce war eine abgewandelte Version des Rezepts aus Vegan lecker, lecker. Dafür wurden Kokosmilch, Erdnussmus, Agavendicksaft, Sojasauce und Chili gemischt und aufgekocht. Gerade die Sauce hatte es meiner Mutter angetan, die vor Kurzem mit meinem Cousin chinesisch essen war und dort zum ersten Mal Erdnusssauce probiert hatte, die gar nicht so ihr Fall war.

 

 

 

So viel also zu unserem Dinner. Aber jetzt zu Kim.

Was mir als erstes als regelmäßige DPD-Zuschauerin aufgefallen ist: Die Sendung wirkte dieses Mal so viel authentischer, alles war weniger gestellt. Ich kann es mir nur so erklären, dass es nicht als reguläre DPD-Woche geplant war und der außergewöhnlichen Ernährung in dieser Themensendung mehr Beachtung geschenkt wird. Zum anderen lag es vielleicht auch daran, dass ich Kim einfach wahnsinnig authentisch, kein bisschen aufgesetzt und sehr ausgeglichen wahrgenommen habe. Eben nicht anders, als sie in ihrem Cafe anzutreffen ist.  Ich fand sie einfach sehr charmant und habe mich gefreut, dass sie so offen auf die anderen zugegangen ist und zwar ihre Lebenseinstellung klar demonstriert hat, aber dort keine Grundsatzdiskussion vom Zaun gebrochen hat. Nur so erreicht man die Leute. Schön war auch, dass alles probiert wurde und die anderen da sehr interessiert waren.

Wie sehr mich das wieder angekotzt hat, dass dort zum tausendsten Mal jemand behauptet hat, Vegetarier zu sein, aber Fisch wieder als unbedenklich eingestuft hat, muss ich nicht erwähnen. Mein Freund muss sich mein ständiges Gefluche schon oft genug anhören, weil ich gerade DPD regelmäßig verfolge und dort einfach sehr viel Fleisch zubereitet wird. Wie widersprüchlich das ist, weiß ich nicht. Ich finde es nicht schön, wenn da sehr blutiges Fleisch weiterverarbeitet wird, aber ich schaue trotz allem einfach gerne Kochshows. Oftmals muss ich aber auch einfach meine Kommentare loslassen, das aber hauptsächlich, wenn Menschen die generell Fleisch essen, bei Dingen wie Lamm oder Kaninchen plötzlich rumjammern, dass das so süße Tierchen seien, aber es dann doch essen und letztendlich ja auch kein Problem damit haben, die Eltern anderer jungen Tiere mit Wonne zu verspeisen. Und ja, auch diese Pseudovegetarier kotzen mich unfassbar an. Zu meinen Vegetarierzeiten habe ich schon immer Angst gehabt, ein Veganer könne vor mir keinen Respekt haben, weil ich verstand, was verwerflich an meiner Lebensweise war. Deswegen bin ich kein Veganer, der Vegetarier (gerne) öffentlich anprangert. Aber ich merke immer mehr, wie meine Toleranzgrenze sinkt und jeder, der für mich nicht strikt vegetarisch lebt (kein Käse mit Lab, keine Gelatine, auch kein Fisch), ist meiner Meinung nach auch kein Vegetarier, denn nicht umsonst gibt es auch andere Bezeichnungen, so wie eben „Pescetarier“.

Kims Dinner fand ich sehr ansprechend und dass gerade die Seitanrouladen auf Kritik stoßen würden, habe ich ja schon vorher vermutet. Viele Fleischesser erwarten da wohl auch entweder, dass es gar nicht schmeckt oder, weil viele Veganer davon reden, dass es sehr fleischähnliche Alternativen gibt, dass diese dann auch original wie Fleisch schmecken müssen. Was viele noch verstehen müssen, ist wohl, dass wir uns dafür entschieden haben, dass kein Tier für uns leiden soll und ein Großteil der Veganer sicherlich mit Gerichten zufrieden ist, die einfach nur eine deftigere Note und eine bissigere Konsistenz haben. Man sollte einfach nicht erwarten, dass man jetzt etwas fleischiges isst. Trotzdem habe ich mich über die hohen Punktzahlen gefreut und bin gespannt, wie es diese Woche weitergeht und was für Alternativen es für Kim geben wird. Mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt, denn ich muss noch ein Kartoffelgulasch vollenden, welches es gleich geben soll.

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